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Tagesreisen...

So, mal ein kurzes Update von mir!
Hab die letzten Wochen viel erlebt und hatte super viel Spaß, aber jetzt alles aufzuschreiben, wäre zu viel. Außerdem bin ich bald daheim und erzähle euch das lieber persönlich.

Ich war noch einige Tage in Christchurch, habe dort noch ein Rugbyspiel angeschaut, wobei ich mich nun offiziell zum „Crusaders“-Fan (der Heimmannschaft aus Christchurch) entwickelt habe. Wer 53:0 gegen den Tabellendritten gewinnt, kann nicht all zu schlecht sein!
Danach bin ich in den „Antarctic-Centre“ in Christchurch und habe da das erste Mal seit vorletztem Winter wieder Schnee gesehen. Und festgestellt, wie kalt es sein kann. Als ich in einem Simulationsraum für einen echten antarktischen Sturm stand, wurde mir erst klar, dass ich mich über die „Kälte“ in Neuseeland nicht beschweren brauch.
Außerdem habe ich süße, kleine, blaue Pinguine gesehen und bin mit einem Schneefahrzeug über einen Übungsplatz gefahren. Sehr nett.
Am Tag darauf sind wir dann mit einer Tour zum Mount Sunday, der in der „Herr der Ringe“-Trilogie als Hügel von Edoras herhalten musste. Es war eine sehr rasante Fahrt, über Stock und Stein und auch Flüsse und ich war dankbar, als ich heil dort ankam. Dort war es dann super, wir konnten sogar verschiedene Requisiten in die Hand nehmen und ich kam endlich in den Genuss von Gimlis Axt!!! Super. Das ganze wurde dann von einem Sektlunch abgerundet.
Danach habe ich noch per Gondel Christchurch von oben angeschaut und habe den Spätsommer wirklich genossen. Und dann ging es weiter nach Dunedin.
Dunedin ist eine kleine Studentenstadt mit wunderschönem Flair und einem super Hostel. Die Hälfte der Zeit in Dunedin habe ich leider im Irish Pub verbracht (aufgrund überwiegend irischer Mitbewohner) und die andere Hälfte beim Rugby, wo ich ganz schnell meine Loyalität der dortigen Heimmannschaft zuwandte (obwohl sie gegen die Crusaders spielten). Die verloren auch…nahmen das aber mit Humor. Nicht umsonst heißt der Stadionpub „House of pain“.
Am nächsten Tag ging es dann in den botanischen Garten der „gaaaanz nahe“ ist („gaaaanz nahe“ = 2,5km) und nach dem wir im botanischen Garten Rosen angeschaut haben, eine Blaskapelle beim ABBA-Medley unterstützten und versucht haben, mit Vögel zu kommunizieren, ging es weiter zur „World’s steepest street“, die steilste Straße der Welt. Die war auch „gaaaanz nah“ (weitere 1.5km) und es reicht ja nicht, dass man da hinkommt und die anschaut, nein, man muss die auch hochlaufen. Wenigstens erwartete einem oben eine kleine Wasserquelle. Nach dortiger, einstündiger Pause, dämmerte es schon und wir machten uns auf den Heimweg.  Nicht allerdings um davor im Irish Pub vorbeizuschauen…
Dunedin war super schön und hätte ich nicht für den nächsten Tag Musicalkarten in Christchurch gehabt, wäre ich dort wohl auch länger geblieben.
Aber wie gesagt, Christchurch wartete und morgens dort mit dem Bus wieder hin, ging es abends gleich in „Cats“. Für mich hieß das nach langer Zeit das erste Mal wieder ein wenig stylen und das nutzten wir voll aus!
Naja, nach Christchurch Tekapo, eine schöne, kleine, fast schon malerische Stadt am See und schließlich nach Queenstown, wo ich gerade bin.
Queenstown war von Anfang an ein feststehendes Ziel meiner Reise gewesen, und ich bin froh, dass ich es zwei Wochen vor Rückkehr noch geschafft habe. Queenstown nennt sich auch die „Hauptstadt der Extremsportarten“ und das ist sie wirklich. Hier kann man alles machen!
Und ich war gestern Bungee-Springen. Aus 134m Höhe aus einer Gondel hinaus, zwischen zwei Bergen Richtung Fluß. Es war der Hammer. Ich hatte noch nie so Angst in meinem Leben, aber als ich dann geflogen bin, hatte sich die schlaflose Nacht davor gelohnt!
Naja, und morgen geht es weiter nach Wanaka.
Bilder habe ich hier hochgeladen: http://fotocenter.aol.de/galleries/fruchtzwerg1504
Viel Spaß im schönen deutsche Frühling!

21.4.07 13:13


Delfine mögen kein Bon Jovi

Endlich mal wieder etwas von mir. Und es ist auch einige passiert, aber das führte zugleich auch dazu, dass ich einfach keine Zeit hatte, hier mal wieder zu updaten. Aber jetzt endlich, mit einem ausführlichen Bericht meiner letzten Wochen.

In meinen letzten Wochen in Hastings ist eigentlich nichts Spannendes mehr passiert. Ich habe weiterhin auf dem Weinfeld gearbeitet und einfach im netten Arbeitsalltag gelebt. Und dann war es tatsächlich irgendwann soweit, ich brach nach sechs wunderbaren Wochen von dort wieder auf um nach Auckland zu fahren und dort Meli und Simone vom Flughafen abzuholen.

Der Abschied von Hastings war traurig. Wirklich. Nach sechs Wochen hat man sich an die Leute gewöhnt, man ist fast zu einer kleinen Familie zusammengewachsen und es ist immer schwer, wenn einer geht. Und es machte es nicht einfacher, dass es dieses Mal ich war, die ging. Ich hatte ein superschönes Verabschiedungskommando und war demnach dann auch nur noch froh, als ich endlich auf der Straße war. Abschiede sind wirklich nicht mein Ding.

Naja, aber nach dem Abschied folgte ja dann bald ein Wiedersehen und am nächsten Tag holte ich die beiden tatsächlich vom Flughafen ab und wir machten es uns erstmal für ein paar Tage in Auckland „gemütlich“.

Nach Auckland begann dann unsere Reise quer über die Nordinsel, für mich eine wunderbare Gelegenheit, die schönsten Orte noch mal zu sehen und Dinge, die ich bei meiner ersten Reise verpasst habe, nachzuholen.

Und wir haben einiges erlebt: Nach Auckland ging es ziemlich direkt nach
Waitomo, wo das aufregendste nicht etwa das „Black Water-Raften“ mit „Waterfall-Jump“ war, sonder der darauffolgende Autounfall...uns ist nichts passiert, aber mein Auto war Schrott. Aber weiter werde ich darauf nicht eingehen, nur noch, dass die Freundlichkeit der Neuseeländer wirklich unübertroffen ist.

Naja, nachdem wir uns mitten im Nirgendwo tatsächlich durch viel Hilfsbereitschaft der Einwohner einen Mietwagen besorgen konnten, ging es direkt weiter nach Wellington, wo ich die beiden tatsächlich für das wunderbare Museum begeistern konnte und, mehr noch, sie sogar zur „Lord of the rings – Movie Tour“ überreden konnte. Die hat echt Spaß gemacht, die Fotos sprechen für sich!

Und schließlich kamen wir noch in den Genuß, den St.Patrick’s Day in einem irischen Pub mit diversen anderen Nationen zu feiern.

Nach Wellington ging es weiter nach Taupo, Rotorura (mit einem Kurzbesuch in „Hobbingen&ldquo, Coromandel Town ink. Hot Water Beach und schließlich wieder pünktlich zum Rugbymatch nach fast zwei Wochen zurück nach Auckland.

 Wir hatten nur gelesen, dass ein Spiel wäre, haben uns Tickets besorgt und mit ein bisschen Grundwissen (dank wikipedia.de), machten wir uns also auf in den „Eden Park“, das Stadion in Auckland.

Und es war echt geil! Zwar gibt es weder Schlachtgesänge noch Laola-Wellen, dafür haben die Maskottchen einen großen Auftritt am Anfang (mit Karawane und Feuerwerk) und das Spiel an sich ist echt unterhaltsam. Danach hatten wir dann noch das Glück von einigen Spielern Autogramme zu bekommen und Fotos zu machen. Man muss sagen, dass die Jungs echt nett waren und auch sehr begeistert taten, als sie hörten, dass wir aus Deutschland kamen.

Das Wochenende verging dann auch in Auckland relativ schnell und am Montag flogen die beiden wieder heim und für mich ging es nach einer weiteren Nacht dort weiter nach Wellington.

Wellington ist immer noch meine Lieblingsstadt. Die Atmosphäre ist einfach der Wahnsinn und ich halte mich da immer wieder gerne auf. Dieses Mal hatte ich auch drei Nächte dort, wobei ich schließlich mein ganzes Gepäck aussortierte, da ich ab jetzt Busreisende war. Das Auto musste ich in Wellington leider abgeben.

Trotz meines Ausmistens hatte ich immer noch zu viel Gepäck und bin auf den wenigen Metern von Hostel zum Bahnhof, wo ich von einem Shuttle zur Fähre gebracht wurde, beinahe zusammengebrochen. Resigniert habe ich dann gleich am Bahnhof noch ein paar Sachen weggeworfen…

 Fähre fahren ist eine tolle Sache! Die Fähre war echt super ausgestattet, mit super gemütlichen Polstersesseln, einigen Bars, einem Kino und einem Souvenirladen. Die Überfahrt auf die Südinsel dauerte etwas drei Stunden und die konnte man sich da prima vertreiben…auf der Fähre habe ich dann auch meine allererste Begegnung mit Delfinen gemacht.

 Auf der Südinsel ist der Anlagehafen der Fähre in Picton. Picton ist ein kleines, aber sehr nettes Dorf mit knapp 8000 Einwohnern. Begeistert von der netten Atmosphäre, beschloss ich, dort mehr als eine Nacht zu verbringen und erkundigte mich gleich, was hier denn empfehlenswert wäre. Empfohlen wurde mir schließlich eine kleine Wanderstrecke auf einer vor Picton gelegenen Insel mit dem Namen „Queen Charlotte“ (nach einer deutschen Prinzessin, wie immer wieder betont wurde). Die Insel war ein wichtiger Hafen für Captain Cook und seine Crew, als diese das erste Mal nach Neuseeland kamen und bei der fünfstündigen Wanderung sollte man die schöne Natur der Südinsel in vollen Zügen erleben können. Vertrauensseelig wie ich bin buchte ich natürlich gleich die „Guided Tour“ mit dem netten Namen „Nature’s Best“ und am nächsten Morgen ging es los. (Für alle die es nicht wissen (ich wusste es auch nicht): „Guided Tour“ bedeutet in Neuseeland keinesfalls, dass da ein Guide dabei ist, sondern, dass man auf der Insel abgesetzt wird mit den Worten „Wir sehen uns dann um vier, viel Spaß!“ und man auf sich allein gestellt ist. )

 Ich wurde also mit einem schönen Boot zur Queen Charlotte gefahren und dort stehen gelassen. Alleine. Der ein oder andere mag sich vielleicht an meine Erlebnisse auf dem Sprantaler Trimm-Dich-Pfad erinnern und dürfte feststellen, dass ich allein auf einer seeeeehr großen Insel eine sehr dumme Idee ist. Auch wenn es nur einen Weg gibt.

 Wandern ist nicht mein Ding. Das stellte ich schon ungefähr nach 10min fest. Nunja, aber jetzt war ich hier, umkehren brachte auch nichts, da ich an einer anderen Stelle abgeholt werden sollte und fünf Stunden werden schon irgendwie vergehen. Fünf Stunden ja. Wenn man aber so „motiviert“ wie ich ist, werden die fünf Stunden mal kurz zu sieben, hinzu kam ein verstauchter Knöchel und der liebe Regen. Kurz gesagt: Ich bin 10km zu weit gelaufen, da ich am Treffpunkt kein Boot gesehen habe, was darauf zurückzuführen ist, dass ich zu spät kam und warum? Richtig, ich war nach vier Stunden ziemlich blöd umgeknickt und konnte nicht mehr ganz so sicher auftreten.

Ein neuseeländisches Pärchen fand mich leicht verzweifelt und brachte mich nach einer einstündigen weiteren Wanderung zu einer Kneipe mit Telefonzelle. Dort dann die Überraschung: Ich war in kurzer Zeit zu einer lokalen Berühmtheit geworden. Kaum hatte ich berichtet, dass ich mein Boot verpasst hätte, wurde schon triumphal aufgeschrien: „You are Laura!“ und innerhalb weniger Minuten hatte ich ein Handtuch und einen Eisbeutel. Und eine halbe Stunde später war alles Weitere organisiert. Ich würde noch am selben Abend von der Insel kommen. Allerdings müsste ich davor erst noch auf eine Party…Die Party war die Geburtstagsfeier eines Hotelbesitzers und nachdem ich davon eigentlich relativ bald auf mein Boot fliehen wollte, um dort einfach zu warten, bis wir wieder ablegten, traf ich auf meinen Skipper. Josh schien so erleichtert, mich wiederzusehen, dass er mir kurzerhand eine Dusche in einem der Hotelzimmer besorgte und ich danach mehr oder weniger genötigt wurde mit auf die Party zu gehen. Ich bekam ein „All you can drink“-Bändchen und wurde auch gleich zum Buffet geführt und nach anfänglichem Unwohlsein wurde das dann doch noch ein sehr lustiger Abend.

 Am nächsten Tag ging es für mich dann weiter nach Kaikoura, ebenfalls einer ziemlich kleinen Stadt, aber mit einer tollen Unterwasserwelt. Ich blieb drei Nächte dort, um montags einen echten Pottwal zu sehen (18m lang!!!) und dienstags mit Delfinen zu schwimmen. Das war der Wahnsinn! Uns wurde davor erklärt, dass wenn wir ihre Aufmerksamkeit wollten, wir seltsame Geräusche von uns geben mussten. Was damit endete, dass 20 erwachsene Menschen im Wasser schwammen und komisch fiepsten oder eben sangen. Damit probierte ich es auch und der Geschmack der Delfine ist sehr eigenwillig. Nachdem Bon Jovis „Always“ wirklich nicht ihr Interesse wecken konnte, war ich mit deutschen Kinderliedern wesentlich erfolgreicher. Zweimal 20min durften wir auf dem Meer mit ihnen schwimmen und für mich war es mit ziemlicher Sicherheit das Beste, was ich je getan habe.

Jetzt bin ich gerade in Christchurch. Das Wetter ist herrlich und da hier auch eine Freundin von mir arbeitet, werde ich wohl eine Weile bleiben…morgen geht es schon wieder zum Rugbyspiel! Dieses Mal ist sogar Dan Carter dabei…(siehe 16.12.06).

Achja, ich möchte mich auch noch auf diesem Weg für all die Glückwünsche zu meinem Geburtstag bedanken. Ich hatte gestern wirklich einen schönen Tag, der hauptsächlich aus Essen, Lesen und Nichtstun bestand.

In genau einem Monat lande ich daheim…man sieht sich!

Bilder sind hochgeladen...nur ein paar, aber naja...auf den meisten erkennt man den Wal nur mit sehr viel Fachkenntnis^^

6.4.07 06:45


Der liebe Alltag

So, von mir mal eine kurze Zwischenmeldung. Bin ja nach wie vor in Hastings, immer noch auf dem Weinfeld und ich muss sagen, es gefällt mir immer noch ganz gut. Job ist nicht wirklich anstrengend, auch wenn manchmal etwas langweilig, aber wofür gibt es denn Musik? Außerdem ist mein Chef echt in Ordnung, gestern kam er sogar die 200 Weinreben entlang gelaufen, um mir ein Eis zu bringen. Die Temperaturen werden und bleiben vor allem gerade sehr sommerlich, haben seit dieser Woche jeden Tag mind. 30°C. Es ist furchtbar heiß, aber lieber so als kalt und windig. Das hatten wir letzte Woche! Also, nicht mal Neuseeland bleibt vom Klimachaos verschont…
 Die Arbeit bietet einem viel Zeit zum Nachdenken oder Reden, was nach ein paar Stunden wirklich teilweise etwas komische Züge annimmt. Aber gut, ich meine, über was soll man sich auch acht Stunden täglich unterhalten?
Heute habe ich mich von diesen acht Stunden eine mit einem Iren unterhalten, der mir die ganze Stunde von meinem eigenen Land vorgeschwärmt hat. Das war auch mal sehr interessant, ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte. Ich finde Deutschland ja auch echt schön, aber er war total hin und weg. Sein Hauptargument war allerdings, dass man zu jeder Tages- und Nachtzeit Bier bekommt. Naja, wer interessiert sich schon für das Brandenburger Tor oder den Kölner Dom…
 
 Meine Tage hier vergehen eigentlich täglich gleich. Ich steh um viertel nach sechs auf, versuche ein Badezimmer zu ergattern und schließlich ein Platz am Tisch und fahr dann zur Arbeit. Nach ca. neun Stunden komme ich dann wieder zurück, geh meistens noch einkaufen und bin schließlich wieder im Hostel. Dort dann der Kampf um die einzig gute Dusche (warmes Wasser und ein starker Wasserstrahl!!!) und schließlich ein bisschen mit allen Leuten labern, Abendessen, rumsitzen (an ganz rastlosen Abenden: Monopoly oder neuseeländisches Kindertrivialpursuit spielen…mit tollen Fragen wie „Which is the English title of „Charlie und der Schokoladenfabrik“? ) und ab zehn ist das Hostel eigentlich wie ausgestorben. Nur sonntags geht ein bisschen was…naja, also, da kann man dann theoretisch schon ab dem Morgen Monopoly spielen…

 Letzten Sonntag hatten wir aber Glück, es war „Art-Deco“- Festival in Napier, was ca. 30km von Hastings weg ist. „Art-Deco“ nennen sie hier die Zeit in den 30ern, und es ist ein gaaaanz klein wenig wie Peter und Paul. Also, die ganze Stadt läuft in den Kleidern aus diesem Jahrzeit rum, überall stehen alte Autos und es spielen einige nette Bands. Das Wetter war gut und es war echt was los. Leider sind wir am Schluss fast verhungert, da McDonalds um halb vier sonntagmittags nicht geöffnet hat!!!

 Achja, ich lerne Kochen. Obwohl, Kochen ist wohl zu viel gesagt. Aber ich hab mir letzt selbst Kartoffelbrei gemacht (ohne Pulver, mit echten Kartoffeln!) und es hat sogar geschmeckt!!! Man kann sich hier aber auch sehr gut bekochen lassen, es gibt hier wirklich begabte und motivierte Menschen, die zum Beispiel auch Brot backen oder Pfannkuchen machen. Also, ich verhungere nicht!
 

 Ich lade mal ein paar Bilder wieder hoch, von meinem tollen Arbeitsplatz und auch meiner Arbeitsgruppe, von der leider der letzte gestern gegangen ist und ich deshalb gerade die Weinfelder allein bewirtschafte. Außerdem noch ein paar vom Festival am Wochenende:
http://fotocenter.aol.de/galleries/fruchtzwerg1504/

23.2.07 08:28


Bauer sucht Frau

Hey!

So, hab endlich mal Zeit mich an meinen Laptop zu setzen und euch von den neuesten Ereignissen zu erzählen…

Nachdem ich also meine Nordinseltour beendet hatte, hab ich erstmal die Nacht in Auckland verbracht. Das war lustiger als erwartet, weil ich dort ganz nette Menschen getroffen habe und wir zwei Deutsche, die seit einem Jahr auf Weltreise sind, erklären mussten, was während der WM bei uns daheim abging. Naja, sie haben wohl eingesehen, dass sie jede Menge verpasst haben (spätestens als eine andere Deutsche voller Mitleid meinte: „Naja, aber Thailand war sicher auch ganz schön. ).

  Am nächsten Morgen hab ich mich dann in mein Auto gesetzt und bin losgezogen nach Taupo, wo ich eine Nacht verbringen wollte um am nächsten Tag nach Hastings weiterzuziehen.

Nachdem ich sieben Stunden später (nach einem Stau(!!!) und eineinhalb Stunde im Kreis fahren )  in Taupo ankam, wurde mir mitgeteilt, dass Taupo leider voll sei. Am nächsten Tag war Segelbootrennen oder so was, naja, und es gab keinen Platz mehr in Hostels. Hab dann ein Zimmer angeboten bekommen, das leider aber deutlich über meinem Budget lag.

Also, weitergefahren in die nächste „Stadt“, wo ich tatsächlich ein Bett bekam!

Soviel gibt es über das Hostel nicht zu erwähnen, außer dass ich abends mit Argentinier Fußball gespielt habe und ein neunjähriger, argentinischer Junge im Lahm-Trikot rumgerannt ist, der festen Überzeugung, dass wenn ein anderes Land sein Heimatland schlägt, sie die allerbesten sein müssen.

Achja und im Bad hatte die Lampe eine Zeitschaltuhr, was dazu führte, dass wenn man länger als drei Minuten duschte, das Licht plötzlich ausging…

Und dann schließlich am nächsten Morgen weiter nach Hastings, wo ich jetzt auch gerade bin.

Ich bin in einem „Arbeiterhostel“, das von einer Deutschen geführt wird und es ist echt ziemlich cool hier. „Arbeiterhostel“ in soweit, dass hier wirklich Arbeit vermittelt wird und auch eigentlich alle, die hier sind, arbeiten. Hastings liegt in Hawkes Bay, einem Weinanbaugebiet, aber es gibt hier auch genug Obstplantagen. Und da werden dann also die Reisenden hingeschickt… was dazu führt, dass wirklich fast das komplette Hostel um sechs Uhr morgens in der Küche anwesend ist und zur Arbeit geht. Ist echt ganz witzig.

Ich arbeite auf einem Weinberg, ist echt ganz lustig, mir macht der Job fast schon Spaß. Probleme sind eigentlich nur die Hitze, zerstochene Arme und dass meine Finger wohl nie wieder sauber werden. Mein einer Finger ist ganz schwarz und sieht ein bisschen aus wie abgestorben…hab ihn jetzt sicher schon zwanzigmal gewaschen, aber das geht einfach nicht weg! Naja, abgesehen davon ist der Job echt nicht schlecht, auch wenn ich jeden Morgen um sechs Uhr aufstehen darf und dann neun Stunden auf irgendeinem Feld Trauben pflücke oder Stämme reibe…

 Ich lebe hier in einem Viererzimmer, zusammen mit einem Berliner, einer Italienerin und einem Mädchen aus Hongkong. Ist etwas eng, aber da ich nur selten hier bin, ist das auch echt in Ordnung.

 Ein weiteres, kleines Problem ist das Telefon und der Internetzugang. Internet ist sehr, sehr langsam und kostet (für mich) viel Geld! Man zahlt hier pro viertel Stunde und ich bin dankbar, wenn ich in dieser Zeit meine Mails gelesen bekomme. Deshalb sorry an alle, denen ich nicht regelmäßig zurückschreib, aber deshalb melde ich mich jetzt hier. Das kann ich auf meinem Laptop tippen und dann einfach am andere PC hochladen. Denn selbst wenn ich mal länger wie ne viertel Stunde online will, steht meistens schon jemand anderes hinter mir und fragt, ob ich noch lange im Internet bleibe…

Das Telefon ist auch so eine Sache…ein Telefon und viele Europäer, die alle gegen neun Uhr abends oder neun Uhr morgens daheim anrufen wollen. Von acht bis zehn Uhr steht man da an. Man kommt sich vor wie beim Arzt, im Zimmer neben dem Telefon liegen netterweise auch Zeitschriften (ganz aktuelle News von 2005) aus und dann wartet man, bis man an der Reihe ist. Besonders frustrierend ist es dann, wenn man eine Stunde gewartet hat und dann daheim keiner abnimmt!!! Oder es besetzt ist…

 Ja, das treib ich also zurzeit, werde hier noch 5 ½ Wochen bleiben und dann krieg ich ja Besuch!!!!! Solange werd ich versuchen, soviel Geld wie möglich zu sparen (was mir nicht gaaaanz so einfach fällt ).

 Hastings als Stadt zum Leben ist in Ordnung. Ist eine kleine Stadt, aber hat sogar ein Kino, was hier echt was besonderes ist. Man kann es hier sicher sechs Wochen aushalten, wenn man was zu tun hat…

Dann wünsch ich euch mal alles Liebe, ich meld mich wieder, wenn es was Neues gibt!

2.2.07 08:08


wieder zurück

Urlaub vorbei, ich bin wieder in Auckland. Leider. Hatte wunderbare drei Wochen, die Nordinsel war echt die Reise wert!!!! Hab soviel erlebt und kann nicht alles niederschreiben, aber eine kleine Auswahl will ich euch geben…
Wir hatten eine super Reise, auch wenn die Straßen hier einfach zu Wünschen übrig lassen. Man kann generell nicht mehr als 80km/h fahren, weil sie nicht zementiert sind, noch irgendwie gerade und meistens befinden sich auch noch diverse Tiere auf der Straße! Wir haben Gänse, Hühner, Pukekos, Kühe und natürlich Schafe!!!!!!
Das waren oft die einzigen Lebewesen, die man für Stunden auf der Straße gesehen hat.
 Die Hostels, in denen wir übernachtet haben, waren wunderbar. Meistens etwas kleiner und sehr familiär. Wir hatten Hausschweine, viele Katzen und zu viele Hunde.
Und das Schöne in kleinen Hostels ist, dass man super Leute kennenlernt. Mit Israelis haben wir bis mitten in die Nacht hinein „Mäxle“ gespielt, mit Kanadiern und Walisern haben wir (ebenfalls mitten in der Nacht) heiße Quellen gesucht und natürlich nicht gefunden. Belgier haben mir deutsches Liedergut vorgesungen, wovon ich nur „Trink, Brüderchen, Trink“ kannte und mit anderen hab ich Dart gespielt und sogar manchmal gewonnen.
Achja, ich war außerdem Skydiven, was das genialste war, was ich je getan habe! Das war echt der Hammer, es war zwar morgens um sieben, was für mich etwas früh war, aber es hat sich gelohnt!!!!!! Wow, das ist einfach auch mal ne andere Art aufzuwachen!!!!
 Ein tolles Erlebnis war auch Picknick auf einem Parkplatz von dem aus man den „Schicksalsberg“ sehen konnte. Wir holten meinen Laptop raus und schauten „Die Rückkehr des Königs“, die Schlacht vor dem schwarzen Tor!
Außerdem hab ich im „Chocolate Fish“-Café den besten Brownie meines Lebens gegessen und in Rotorua die schlechtesten Pommes.
In Waitomo war ich Glühwürmchen anschauen und eigentlich wollte ich nach „Lothlorien“, aber der Highway war gesperrt.
Cape Reinga war der schönste Ort, den ich je gesehen hab, dort kommen die beiden Ozeane zusammen, und man kann wirklich die unterschiedlichen Farben des Meers sehen.
Nicht so schön war unser unfreiwilliger Stop auf dem Highway, als unser Reifen geplatzt ist und wir natürlich in unserem Auto kein Werkzeug gefunden haben. Nunja, Mike von der nächsten Werkstatt konnte helfen.
Achja, wir waren außerdem in Whangamomona, eine Republik mitten im Nirgendwo, die sich einfach mal unabhängig erklärt haben. Sie wählen fröhlich ihren Präsidenten, jeder muss mal…haben eine Einwohneranzahl von vierzig Leuten!
Mir fällt sicher noch viel mehr ein und ich hab ca. 800 Bilder, hab aber nur ein paar hochgeladen. Das nur mal wieder ein kurzes „Hallo“ und einen Eindruck meines Trips.
Jetzt bleibe ich einen Tag hier in Auckland und fahre morgen wieder nach Taupo. Mal sehen, ob ich irgendwo Arbeit finde….
Ich wünsche euch alles Liebe! Auf bald, hoffentlich.
26.1.07 01:30


Weihnachtsgeschenk :D

Ich hoffe, ihr hattet alle schöne Weihnachtstage! Meine waren in Ordnung, ich habe zusammen mit diversen anderen „Heimatlosen“ gefeiert, es war sehr lustig, wenn auch nicht all zu weihnachtlich. Okay, es gab Bratäpfel und einen etwas traurigen Christbaum, aber das war es auch schon.

Ein Weihnachtsgeschenk habe ich mir heute dann selbst gemacht. Ich war heute im Tattoostudio und naja, was macht man da wohl? Ich hab mich zumindest tätowieren lassen und ich bin damit grade total glücklich. Es ist so schön!

Und bevor jetzt alle fragen: Ja, es tut weh, aber a) nicht so sehr, wie alle behaupten (also, wer es überlebt hat, sich einen Arm einrenken zu lassen oder einen Zahn zu ziehen….der lacht darüber!) und b) nicht die ganze Zeit. Manchmal sticht es, mal mehr, mal weniger und manchmal spürt man nur, dass da zwar jemand was tut, aber da ist kein Schmerz dabei. Ich hab es mir 100mal schlimmer vorgestellt, nach den Horrorgeschichten, die man immer hört.

Naja, auf jeden Fall habe ich meinen Rücken verzieren lassen und das Ergebnis könnt ihr hier bewundern:  http://fotocenter.aol.de/galleries/fruchtzwerg1504

Trevor (mein Tätowierer ) hat gemeint, es wäre ein Symbol, das mich beschützen soll. Mir ist das egal, ich find es einfach total schön und genial!!!

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!! Feiert schön, bis bald!

29.12.06 11:20


Minima van Uropi

Ich schon wieder! Aber es gibt viel zu erzählen. Für die, die es noch nicht wissen, ich werde Anfang Januar eine dreiwöchige Reise über die Nordinsel Neuseelands machen, zusammen mit Marc, einem Holländer den ich hier kennengelernt habe. Dazu brauchen wir natürlich ein Auto und was soll ich sagen? Wir haben heute eins gekauft! Es war nicht so spontan, wie es vielleicht rüberkommt, weil wir vorhatten eines zu kaufen, aber es war doch…nunja, es ging im Endeffekt doch ziemlich schnell. 

Wir haben uns heute Morgen getroffen und sind dann in ein Autoauktionshaus gefahren. Dort haben wir uns angemeldet und eine Nummer bekommen, bevor wir mit dem Katalog rumzogen und uns die Autos, die in unsere Preisklasse fielen, anschauten. Es gab einige, aber manche hatten ziemlich offensichtliche Mängel, doch blieben immer noch genug übrig und so begaben wir uns schließlich zur Auktion, wo die Autos vorgefahren wurden und man schließlich durch Handzeichen oder heben der Nummer mitbieten konnte.

Es war sehr lustig, richtig wie man sich eine Auktion vorstellt. Ein Mann mit Hammer pries das Auto an, und wartete dann auf Angebote, die er in einer Tour wiederholte, bis sich endlich jemand erbarmte, mehr zu bieten, was das ganze Auktionsteam immer zu einem neuen Freudenschrei veranlasste. Das „Anbieten“ („one mille, one mille, one mille…is there more? 1050! 1050...1050..." ) erinnerte ein Wenig an die stark verzerrten Stimmen bei den Karussellen auf em Peter und Paul-Rummel. Aber es war im Allgemeinen sehr unterhaltsam! Man durfte nur keine unvorsichtige Handbewegung machen, sonst wurde man schon als potenzieller Käufer betitelt…

Die ersten paar, für die wir mitsteigerten, bekamen wir leider nicht, da wir uns ein Limit gesetzt hatten, ab dem wir nicht mehr mitboten. Aber schließlich klappte es bei einem weißen Toyota Corona (nach viel Zittern!!!) und wir unterschrieben noch kurz den Kaufvertrag, ich wurde als neuer Besitzer eingetragen, Übergabe des Schlüssels und…es konnte losgehen. Eigentlich.

Denn wir hatten uns, gegen meine Freude, einen Automatikwagen gekauft. Aber hier gibt es wirklich kaum Schaltwagen, und wir hatten am Ende gesagt, wir nehmen, was wir für das Geld bekommen.

Okay, aber es ändert nichts daran, dass ich noch nie in meinem Leben einen Automatik gefahren habe und mancher möge jetzt sagen, dass sei ja ganz einfach, aber wenn man wirklich KEINE Ahnung hat, und da sehr viele Buchstaben neben dem Schalthebel stehen, ist das nicht ganz so einfach. Aber gut, nach ein paar Versuchen bekamen wir schließlich auch das Auto in Gang und es konnte losgehen! Raus auf die Straße und zur nächsten Herausforderung. Links blinken…wo ist der Blinker?! Nicht da, wo er in meinem Auto ist, da ist der Scheibenwischer!!! Okay, also Scheiben gewischt und schließlich Blinker auf der anderen Seite gefunden und jetzt wurde es wirklich spannend…wohin muss ich? Die Leute fuhren hier ja auf der falschen Seite…aber auch dieses Problem wurde gelöst und ich befand mich das erste Mal als aktiver Teilnehmer auf neuseeländischen Straßen. Und es war toll endlich mal wieder Auto zu fahren. Erstmal tanken, was eine richtige Freude war…ein Liter Benzin NZ$ 1,44, was ca. 80cent(!!) entspricht.

 Wir sind dann wieder Richtung Auckland und haben einen Kassettenadapter für unser Auto gekauft (ja, es hat sogar einen Kassettenrekorder!!!), an dem man Laptop oder unsere MP3-Player anschließen kann. Und der Sound ist sogar ganz gut.

Dann haben wir uns noch einen tollen Christbaum gekauft, den wir hinten auf die Ablage gestellt haben (wir kamen einfach nicht dran vorbei!) und das Auto war bereit zur Taufe. Es waren längere Diskussionen bis wir das Auto schließlich auf den wunderschönen Namen „Minima van Uropi“ einigen konnte.

Und dann ging es los zu unserem „Probetrip“. Wir beschlossen nach Waiwera zu fahren, einem schönen Strand ca. 70km von Auckland entfernt.

Da kam schon die nächste Herausforderung, Fahren auf dem „Highway“. Man sollte dazu sagen, dass die Neuseeländer nicht allzu viele Highways haben und dementsprechend auch kaum Regeln, was für mich als Deutsche seltsam ist. Die Highways sind meistens dreispurig und es darf generell ÜBERALL überholt werden! Rechts, links, Mitte, wo gerade Platz ist. Naja, das ist total gewöhnungsbedürftig und auch leicht nervig, aber schon nach wenigen Minuten kam etwas, was mir aus Deutschland dann doch ziemlich bekannt war: ein Stau! Wir standen eine Weile und irgendwann ging es tatsächlich weiter, doch da mussten wir leider schon vom Highway runter. Und zur nächsten neuen Erfahrung: Die Straßen außerhalb sind generell nicht gefestigt. Es war total seltsam und am Anfang auch richtig anstrengend, weil ich mit neuem Auto auf irgendwelchen „Schotterwegen“ war nicht so einfach. Aber man gewöhnt sich dran und es war dann richtig schön hier zu fahren. Weit und breit eigentlich nichts! Also, nichts außer Pflanzen, manchmal ein paar lange Weiden mit Schafen oder Rindern und ab und zu stand ein altes Haus oder ein Bauernhof. Aber das war es. Und schließlich kamen wir am Strand an und es war herrlich dort: Wasser soweit das Auge reicht, Muscheln, Wälder und Berge. Wow. Das ist Neuseeland wie ich es mir vorgestellt habe.

 Naja, und dann sind wir schließlich wieder über Schotterwege und Higways zurückgefahren, haben das Auto etwas außerhalb bei Marcs Gastfamilie vor der Haustür abgestellt und ich bin mit dem Bus heimgefahren. Ich freu mich jetzt schon richtig auf unsere Tour und unser Auto ist zwar nicht mehr das Neuste, aber nach dieser Probefahrt scheint eigentlich alles zu funktionieren. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das nun alles gut geht und kann es kaum mehr erwarten aus Auckland rauszukommen!

Bilder: http://fotocenter.aol.de/galleries/fruchtzwerg1504

Ich wünsche euch eine schöne, stressfreie letzte Adventswoche!

Laura (Autobesitzerin!)
20.12.06 11:10


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