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Delfine mögen kein Bon Jovi

Endlich mal wieder etwas von mir. Und es ist auch einige passiert, aber das führte zugleich auch dazu, dass ich einfach keine Zeit hatte, hier mal wieder zu updaten. Aber jetzt endlich, mit einem ausführlichen Bericht meiner letzten Wochen.

In meinen letzten Wochen in Hastings ist eigentlich nichts Spannendes mehr passiert. Ich habe weiterhin auf dem Weinfeld gearbeitet und einfach im netten Arbeitsalltag gelebt. Und dann war es tatsächlich irgendwann soweit, ich brach nach sechs wunderbaren Wochen von dort wieder auf um nach Auckland zu fahren und dort Meli und Simone vom Flughafen abzuholen.

Der Abschied von Hastings war traurig. Wirklich. Nach sechs Wochen hat man sich an die Leute gewöhnt, man ist fast zu einer kleinen Familie zusammengewachsen und es ist immer schwer, wenn einer geht. Und es machte es nicht einfacher, dass es dieses Mal ich war, die ging. Ich hatte ein superschönes Verabschiedungskommando und war demnach dann auch nur noch froh, als ich endlich auf der Straße war. Abschiede sind wirklich nicht mein Ding.

Naja, aber nach dem Abschied folgte ja dann bald ein Wiedersehen und am nächsten Tag holte ich die beiden tatsächlich vom Flughafen ab und wir machten es uns erstmal für ein paar Tage in Auckland „gemütlich“.

Nach Auckland begann dann unsere Reise quer über die Nordinsel, für mich eine wunderbare Gelegenheit, die schönsten Orte noch mal zu sehen und Dinge, die ich bei meiner ersten Reise verpasst habe, nachzuholen.

Und wir haben einiges erlebt: Nach Auckland ging es ziemlich direkt nach
Waitomo, wo das aufregendste nicht etwa das „Black Water-Raften“ mit „Waterfall-Jump“ war, sonder der darauffolgende Autounfall...uns ist nichts passiert, aber mein Auto war Schrott. Aber weiter werde ich darauf nicht eingehen, nur noch, dass die Freundlichkeit der Neuseeländer wirklich unübertroffen ist.

Naja, nachdem wir uns mitten im Nirgendwo tatsächlich durch viel Hilfsbereitschaft der Einwohner einen Mietwagen besorgen konnten, ging es direkt weiter nach Wellington, wo ich die beiden tatsächlich für das wunderbare Museum begeistern konnte und, mehr noch, sie sogar zur „Lord of the rings – Movie Tour“ überreden konnte. Die hat echt Spaß gemacht, die Fotos sprechen für sich!

Und schließlich kamen wir noch in den Genuß, den St.Patrick’s Day in einem irischen Pub mit diversen anderen Nationen zu feiern.

Nach Wellington ging es weiter nach Taupo, Rotorura (mit einem Kurzbesuch in „Hobbingen&ldquo, Coromandel Town ink. Hot Water Beach und schließlich wieder pünktlich zum Rugbymatch nach fast zwei Wochen zurück nach Auckland.

 Wir hatten nur gelesen, dass ein Spiel wäre, haben uns Tickets besorgt und mit ein bisschen Grundwissen (dank wikipedia.de), machten wir uns also auf in den „Eden Park“, das Stadion in Auckland.

Und es war echt geil! Zwar gibt es weder Schlachtgesänge noch Laola-Wellen, dafür haben die Maskottchen einen großen Auftritt am Anfang (mit Karawane und Feuerwerk) und das Spiel an sich ist echt unterhaltsam. Danach hatten wir dann noch das Glück von einigen Spielern Autogramme zu bekommen und Fotos zu machen. Man muss sagen, dass die Jungs echt nett waren und auch sehr begeistert taten, als sie hörten, dass wir aus Deutschland kamen.

Das Wochenende verging dann auch in Auckland relativ schnell und am Montag flogen die beiden wieder heim und für mich ging es nach einer weiteren Nacht dort weiter nach Wellington.

Wellington ist immer noch meine Lieblingsstadt. Die Atmosphäre ist einfach der Wahnsinn und ich halte mich da immer wieder gerne auf. Dieses Mal hatte ich auch drei Nächte dort, wobei ich schließlich mein ganzes Gepäck aussortierte, da ich ab jetzt Busreisende war. Das Auto musste ich in Wellington leider abgeben.

Trotz meines Ausmistens hatte ich immer noch zu viel Gepäck und bin auf den wenigen Metern von Hostel zum Bahnhof, wo ich von einem Shuttle zur Fähre gebracht wurde, beinahe zusammengebrochen. Resigniert habe ich dann gleich am Bahnhof noch ein paar Sachen weggeworfen…

 Fähre fahren ist eine tolle Sache! Die Fähre war echt super ausgestattet, mit super gemütlichen Polstersesseln, einigen Bars, einem Kino und einem Souvenirladen. Die Überfahrt auf die Südinsel dauerte etwas drei Stunden und die konnte man sich da prima vertreiben…auf der Fähre habe ich dann auch meine allererste Begegnung mit Delfinen gemacht.

 Auf der Südinsel ist der Anlagehafen der Fähre in Picton. Picton ist ein kleines, aber sehr nettes Dorf mit knapp 8000 Einwohnern. Begeistert von der netten Atmosphäre, beschloss ich, dort mehr als eine Nacht zu verbringen und erkundigte mich gleich, was hier denn empfehlenswert wäre. Empfohlen wurde mir schließlich eine kleine Wanderstrecke auf einer vor Picton gelegenen Insel mit dem Namen „Queen Charlotte“ (nach einer deutschen Prinzessin, wie immer wieder betont wurde). Die Insel war ein wichtiger Hafen für Captain Cook und seine Crew, als diese das erste Mal nach Neuseeland kamen und bei der fünfstündigen Wanderung sollte man die schöne Natur der Südinsel in vollen Zügen erleben können. Vertrauensseelig wie ich bin buchte ich natürlich gleich die „Guided Tour“ mit dem netten Namen „Nature’s Best“ und am nächsten Morgen ging es los. (Für alle die es nicht wissen (ich wusste es auch nicht): „Guided Tour“ bedeutet in Neuseeland keinesfalls, dass da ein Guide dabei ist, sondern, dass man auf der Insel abgesetzt wird mit den Worten „Wir sehen uns dann um vier, viel Spaß!“ und man auf sich allein gestellt ist. )

 Ich wurde also mit einem schönen Boot zur Queen Charlotte gefahren und dort stehen gelassen. Alleine. Der ein oder andere mag sich vielleicht an meine Erlebnisse auf dem Sprantaler Trimm-Dich-Pfad erinnern und dürfte feststellen, dass ich allein auf einer seeeeehr großen Insel eine sehr dumme Idee ist. Auch wenn es nur einen Weg gibt.

 Wandern ist nicht mein Ding. Das stellte ich schon ungefähr nach 10min fest. Nunja, aber jetzt war ich hier, umkehren brachte auch nichts, da ich an einer anderen Stelle abgeholt werden sollte und fünf Stunden werden schon irgendwie vergehen. Fünf Stunden ja. Wenn man aber so „motiviert“ wie ich ist, werden die fünf Stunden mal kurz zu sieben, hinzu kam ein verstauchter Knöchel und der liebe Regen. Kurz gesagt: Ich bin 10km zu weit gelaufen, da ich am Treffpunkt kein Boot gesehen habe, was darauf zurückzuführen ist, dass ich zu spät kam und warum? Richtig, ich war nach vier Stunden ziemlich blöd umgeknickt und konnte nicht mehr ganz so sicher auftreten.

Ein neuseeländisches Pärchen fand mich leicht verzweifelt und brachte mich nach einer einstündigen weiteren Wanderung zu einer Kneipe mit Telefonzelle. Dort dann die Überraschung: Ich war in kurzer Zeit zu einer lokalen Berühmtheit geworden. Kaum hatte ich berichtet, dass ich mein Boot verpasst hätte, wurde schon triumphal aufgeschrien: „You are Laura!“ und innerhalb weniger Minuten hatte ich ein Handtuch und einen Eisbeutel. Und eine halbe Stunde später war alles Weitere organisiert. Ich würde noch am selben Abend von der Insel kommen. Allerdings müsste ich davor erst noch auf eine Party…Die Party war die Geburtstagsfeier eines Hotelbesitzers und nachdem ich davon eigentlich relativ bald auf mein Boot fliehen wollte, um dort einfach zu warten, bis wir wieder ablegten, traf ich auf meinen Skipper. Josh schien so erleichtert, mich wiederzusehen, dass er mir kurzerhand eine Dusche in einem der Hotelzimmer besorgte und ich danach mehr oder weniger genötigt wurde mit auf die Party zu gehen. Ich bekam ein „All you can drink“-Bändchen und wurde auch gleich zum Buffet geführt und nach anfänglichem Unwohlsein wurde das dann doch noch ein sehr lustiger Abend.

 Am nächsten Tag ging es für mich dann weiter nach Kaikoura, ebenfalls einer ziemlich kleinen Stadt, aber mit einer tollen Unterwasserwelt. Ich blieb drei Nächte dort, um montags einen echten Pottwal zu sehen (18m lang!!!) und dienstags mit Delfinen zu schwimmen. Das war der Wahnsinn! Uns wurde davor erklärt, dass wenn wir ihre Aufmerksamkeit wollten, wir seltsame Geräusche von uns geben mussten. Was damit endete, dass 20 erwachsene Menschen im Wasser schwammen und komisch fiepsten oder eben sangen. Damit probierte ich es auch und der Geschmack der Delfine ist sehr eigenwillig. Nachdem Bon Jovis „Always“ wirklich nicht ihr Interesse wecken konnte, war ich mit deutschen Kinderliedern wesentlich erfolgreicher. Zweimal 20min durften wir auf dem Meer mit ihnen schwimmen und für mich war es mit ziemlicher Sicherheit das Beste, was ich je getan habe.

Jetzt bin ich gerade in Christchurch. Das Wetter ist herrlich und da hier auch eine Freundin von mir arbeitet, werde ich wohl eine Weile bleiben…morgen geht es schon wieder zum Rugbyspiel! Dieses Mal ist sogar Dan Carter dabei…(siehe 16.12.06).

Achja, ich möchte mich auch noch auf diesem Weg für all die Glückwünsche zu meinem Geburtstag bedanken. Ich hatte gestern wirklich einen schönen Tag, der hauptsächlich aus Essen, Lesen und Nichtstun bestand.

In genau einem Monat lande ich daheim…man sieht sich!

Bilder sind hochgeladen...nur ein paar, aber naja...auf den meisten erkennt man den Wal nur mit sehr viel Fachkenntnis^^

6.4.07 06:45


Tagesreisen...

So, mal ein kurzes Update von mir!
Hab die letzten Wochen viel erlebt und hatte super viel Spaß, aber jetzt alles aufzuschreiben, wäre zu viel. Außerdem bin ich bald daheim und erzähle euch das lieber persönlich.

Ich war noch einige Tage in Christchurch, habe dort noch ein Rugbyspiel angeschaut, wobei ich mich nun offiziell zum „Crusaders“-Fan (der Heimmannschaft aus Christchurch) entwickelt habe. Wer 53:0 gegen den Tabellendritten gewinnt, kann nicht all zu schlecht sein!
Danach bin ich in den „Antarctic-Centre“ in Christchurch und habe da das erste Mal seit vorletztem Winter wieder Schnee gesehen. Und festgestellt, wie kalt es sein kann. Als ich in einem Simulationsraum für einen echten antarktischen Sturm stand, wurde mir erst klar, dass ich mich über die „Kälte“ in Neuseeland nicht beschweren brauch.
Außerdem habe ich süße, kleine, blaue Pinguine gesehen und bin mit einem Schneefahrzeug über einen Übungsplatz gefahren. Sehr nett.
Am Tag darauf sind wir dann mit einer Tour zum Mount Sunday, der in der „Herr der Ringe“-Trilogie als Hügel von Edoras herhalten musste. Es war eine sehr rasante Fahrt, über Stock und Stein und auch Flüsse und ich war dankbar, als ich heil dort ankam. Dort war es dann super, wir konnten sogar verschiedene Requisiten in die Hand nehmen und ich kam endlich in den Genuss von Gimlis Axt!!! Super. Das ganze wurde dann von einem Sektlunch abgerundet.
Danach habe ich noch per Gondel Christchurch von oben angeschaut und habe den Spätsommer wirklich genossen. Und dann ging es weiter nach Dunedin.
Dunedin ist eine kleine Studentenstadt mit wunderschönem Flair und einem super Hostel. Die Hälfte der Zeit in Dunedin habe ich leider im Irish Pub verbracht (aufgrund überwiegend irischer Mitbewohner) und die andere Hälfte beim Rugby, wo ich ganz schnell meine Loyalität der dortigen Heimmannschaft zuwandte (obwohl sie gegen die Crusaders spielten). Die verloren auch…nahmen das aber mit Humor. Nicht umsonst heißt der Stadionpub „House of pain“.
Am nächsten Tag ging es dann in den botanischen Garten der „gaaaanz nahe“ ist („gaaaanz nahe“ = 2,5km) und nach dem wir im botanischen Garten Rosen angeschaut haben, eine Blaskapelle beim ABBA-Medley unterstützten und versucht haben, mit Vögel zu kommunizieren, ging es weiter zur „World’s steepest street“, die steilste Straße der Welt. Die war auch „gaaaanz nah“ (weitere 1.5km) und es reicht ja nicht, dass man da hinkommt und die anschaut, nein, man muss die auch hochlaufen. Wenigstens erwartete einem oben eine kleine Wasserquelle. Nach dortiger, einstündiger Pause, dämmerte es schon und wir machten uns auf den Heimweg.  Nicht allerdings um davor im Irish Pub vorbeizuschauen…
Dunedin war super schön und hätte ich nicht für den nächsten Tag Musicalkarten in Christchurch gehabt, wäre ich dort wohl auch länger geblieben.
Aber wie gesagt, Christchurch wartete und morgens dort mit dem Bus wieder hin, ging es abends gleich in „Cats“. Für mich hieß das nach langer Zeit das erste Mal wieder ein wenig stylen und das nutzten wir voll aus!
Naja, nach Christchurch Tekapo, eine schöne, kleine, fast schon malerische Stadt am See und schließlich nach Queenstown, wo ich gerade bin.
Queenstown war von Anfang an ein feststehendes Ziel meiner Reise gewesen, und ich bin froh, dass ich es zwei Wochen vor Rückkehr noch geschafft habe. Queenstown nennt sich auch die „Hauptstadt der Extremsportarten“ und das ist sie wirklich. Hier kann man alles machen!
Und ich war gestern Bungee-Springen. Aus 134m Höhe aus einer Gondel hinaus, zwischen zwei Bergen Richtung Fluß. Es war der Hammer. Ich hatte noch nie so Angst in meinem Leben, aber als ich dann geflogen bin, hatte sich die schlaflose Nacht davor gelohnt!
Naja, und morgen geht es weiter nach Wanaka.
Bilder habe ich hier hochgeladen: http://fotocenter.aol.de/galleries/fruchtzwerg1504
Viel Spaß im schönen deutsche Frühling!

21.4.07 13:13





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