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Schulalltag

Hey!

So, gestern ging für mich also wieder Schule los. Wer hätte gedacht, dass ich so schnell wieder in einem Klassenzimmer sitze?

Aber das hier ist alles ganz anders. Der erste Unterschied ist eigentlich schon, dass das „Sekretariat“ nicht irgendwo im zweiten Stock hinter verschlossenen Türen liegt und man auch nur zu bestimmten Zeiten rein darf, sondern dass das Sekretariat wie eine Empfangstheke direkt hinter dem Eingang ist. Man wird also gleich jeden Morgen freundlich begrüßt. Es war auch kein Problem, dass ich natürlich meinen Reisepass nicht dabei hatte, hier ist gar nichts ein Problem, wenn es nur keinen Stress gibt. Auch nicht, dass ich irgendwie schon die Woche davor erwartet wurde, alles kein Thema. Ich sollte mich einfach setzen, sie würden sich um alles kümmern.

Es ging dann gestern, an meinem ersten Tag, mit zwei Tests los, einem „speaking test“, ein Gespräch mit einem der Lehrer und schließlich der Computertest, in dem verschiedene Dinge, wie Grammatik, Vokabular und Verständnis, abgefragt wurden.

Danach wurden wir vom Schulleiter begrüßt, der so ganz anders ist als alle mir bekannten Schulleiter. Er stellte sich als „Andrew“ vor und schrieb erstmal seine Telefonnummer an die Tafel, wenn irgendetwas sei, sollten wir ihn doch bitte anrufen. Er redete dann 10min über alles, was anscheinend wichtig war und es war richtig unterhaltsam ihm zuzuhören! Danach kamen noch andere Menschen der Schule zu Wort bevor wir uns schließlich gemeinsam zur Stadtbesichtigung aufmachten, diesmal geführt von einem echten Neuseeländer (der allerdings aussieht wie Jens Lehmann&hellip.

 Neuseeländer haben wirklich Humor. Sie nennen hier eine Stripbar „The white house“ (und es sieht auch aus wie ein Miniaturmodell des weißen Haus) und das dazugehörige Stundenmotel daneben „Monica“.

Naja, nach Insiderstadtführung und Mittagessen zurück in die Schule, wo mein persönlicher Jens Lehmann seine wenigen Deutschkentnisse natürlich an mir testen musste, was sich als sehr schwierig gestaltete, da er total stolz war, dass er etwas konnte, ich ihn aber trotz allem nicht verstand

So und heute dann erster richtiger Schultag!! Total der Hammer, die Lehrer sind teilweise total…goldig. Man kann es echt nicht anders sagen. Meine erste Lehrerin hat irgendwelche Wettbewerber veranstaltet und wenn es ein Stechen gab, spielte man „Schere, Stein, Papier“ oder  man entschied den Sieger im „Daumenkampf“. Total bescheuert! Aber irgendwie lustig… nach dem Unterricht hat sie sich dann bei jedem bedankt, war total goldig, wirklich.

Das Schöne an dieser Schule ist auch, dass sie international ist. Man trifft alles, heute saß ich mal neben ner Schwedin, dann neben einem aus Saudi-Arabien (der das komplette „Schnischnaschnappi“-Lied auswendig kann und meint, alle Deutschen würden das lieben!! Hat mir damit dann auch noch freundlicherweise nen Ohrwurm in den Kopf gepflanzt!!!) und schließlich verbrachte ich meine Mittagspause mit einem Finnen und einem Italiener verbrachte. Total genial!

Ja, und nachdem ich schließlich die Schule beendet hatte, bin ich noch einkaufen gegangen und durfte wieder Bekanntschaft mit der schockierenden neuseeländischen Freundlichkeit machen. Hab mir für einen Dollar ein Heft gekauft und nachdem ich bezahlt hatte, wusste der Kassierer meine komplette Lebensgeschichte, naja, zumindest fast: Woher ich komme, was ich hier tue, wo, warum und was ich danach mach. Der Hammer, echt. Und das mit einem einfachen „How was your day?“. Ich stell mir grad vor, wenn ich das bei uns im Laden machen würde…: „Und, wie war dein Tag bisher?“ Das ist total seltsam.

Naja, nach weiterem Einkauf im Supermarkt schließlich den Berg hinauf, zurück zu meinem Hostel. Und da sah ich doch schon von weitem drei Busse davor stehen!! Und tatsächlich….vor der Rezeption eine Menge asiatisch aussehender Menschen. Ich mich zum Aufzug durchgedrückt um dann fest zu stellen, dass ich in der nächsten Stunde wohl keinen Platz in einem dieser erwarten konnte. Also, entweder Treppen (mein Zimmer liegt im 15. Stock!) oder warten. Naja, ich hab mich dann in die Bar gesetzt, nen Kaffee getrunken und gewartet. Wobei ich mich gleich mit dem netten, irischen Kellner angefreundet habe. Hier lernt man echt leicht Leute kennen.

 Und als ich dann endlich hoch konnte, war es auch schon nach acht und ich war einfach froh, mir endlich was zu essen machen zu können.

Und jetzt sitze ich hier am Schreibtisch und warte, dass ich müde werde. Ja, doof, wenn man gerade nen Kaffee getrunken hat. Echt großartig!

Einen guten Morgen wünsch ich euch mal,

Grüße nach Deutschland,

laura

14.11.06 11:27
 


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